Der zweite volle Tag bricht für uns in Miami an – und wir leben noch!Wir lassen den Morgen aber ganz langsam beginnen und schlafen uns nochmals bis kurz nach 8 Uhr aus.
Die einen oder anderen Lebensmittel besitzen wir mittlerweile in unseren Apartment, sodass wir uns zumindest in der Früh etwas selbst versorgen können.
Zur Wiederholung hier nochmals unser 4-Tages-Plan für Miami:
- Erkundung Downtown, Parks und Museum – DONE
- Miami Shopping
- Everglades!
- Miami Beach – Strand & Baden

Irgendwie haben wir mit unserem Plan Glück. Gerade heute soll das Wetter nicht so besonders werden. Wir packen uns kurz nach 9 Uhr zusammen und fahren in die Gegend um Fort Lauderdale. Tanja hat das „Sawgrass Mills“ ausfindig gemacht. Dort möchten wir unsere geplanten Einkäufe abschließen. Zumindest hoffe ich das ☺️.
Laut Schnellrecherche ist dieser Einkaufstempel aktuell der 11.-größte in den USA. Konkret heißt das eigentlich nur, dass die Anlage fast einer kleinen Stadt gleicht. Die Tatsache, dass es 17 Parkplätze (nicht Stellplätze 😉) gibt, untermauert das Ausmaß.

Die Fahrt von unserer Unterkunft zur Mall dauert ca. 1 Stunde für eine Wegstrecke von ca. 60 km. Eigentlich ist das nicht erwähnenswert. Auf der Interstate fühlen wir uns dann in einer Situation aber wie in einem schlechten Film.
Grundsätzlich ist der Verkehr bis jetzt immer sehr ruhig gewesen. Auf der Interstate ist das maximale Tempolimit bei 70 Meilen pro Stunde. Das sind ca. 112 km / h. Die meisten Autofahrer halten sich daran und sind vergleichsweise passiv unterwegs. Tempomat, Spur-Assistent und Abstandsradar ermöglichen auf den Freeways schon fast autonomes Fahren. Gleichzeitig fällt uns aber auf, dass es umso mehr Ausreißer gibt, die mit extravagantem Fahrstil auffallen (wollen).
Etwa auf halbem Weg werden wir rechts am Pannenstreifen von einem BMW mit gut 150 Sachen überholt. Das Auto beginnt zu schleudern, die Reifen quietschen und Rauch steigt auf. Der Fahrer bringt das Auto nicht mehr wirklich unter Kontrolle und quert im Schleudergang alle 7 (!) Spuren, und durchbricht dabei links die Absperrung zu den Express Lanes. Wie durch ein Wunder räumt er dabei keine anderen Fahrzeuge ab, sondern landet nur leicht in der Leitplanke. Der BMW verliert dabei ein paar Teile seiner Außenhaut, die wir ohne Probleme umfahren können. Niemand hupt, und so wie wir die Situation wahrnehmen, sieht der restliche Verkehr die Situation gelassen 😳.
Wir erreichen die Mall schlussendlich in einem Stück. Den Anfang machen wir in der „Cheescake Factory“, einem in den USA äußerst bekannten Lokal, in dem wir uns noch ein kleines Frühstück genehmigen.

Die Mall kann grob in zwei verschiedene Stile gegliedert werden. Den Kern bildet ein klassisches überdachtes, in ein Gebäude zusammengefasstes Shopping Center. Rundherum gibt es verschiedene Ausleger im Stil eines Outlets. Wir haben uns vor dem Besuch einen kleine Plan zurechtgelegt, welche Geschäfte wir noch „brauchen“. Der Besuch bei LEGO war zum Beispiel nicht geplant 😀.

Die Wettervorhersage traf dann übrigens auch ein. In den Nachmittagsstunden brauste ein starkes Gewitter durch die Stadt, von dem wir aber nur wenig mitbekamen.
Die Heimreise gestaltete sich dann auf dem Freeway (glücklicherweise) etwas weniger spektakulär. Im Apartment angekommen war auch heute wieder die Luft etwas heraußen. Wir entschlossen uns dann nur mehr für dafür, eine Kleinigkeit beim Taco-Lokal um die Ecke abzuholen und zuhause zu speisen.
Betreffend der Gegend um unser Apartment kann man sich eigentlich nicht beschweren. Es gibt mehrere kleinere Lokale, Geschäfte, einen Spielplatz, eine Schule und viele Sportplätze.

Trotzdem muss man die Verhältnisse stets auf „Miami Vorort“ normieren. Ein Hauptproblem ist hier sicher der Müll auf den Straßen, der katastrophale Ausmaße annimmt. Die vielen Schilder, die vor hohen Strafen bei „Littering“ warnen, dürften wenig Eindruck schinden. Insgesamt fühlt man sich bezüglich diesem Thema in den USA in alte Zeiten zurückversetzt. Unendlich kostenlose Kunststoffbeutel in den Geschäften, Plastik-Strohhalme und Dosen ohne Pfad 🙈.
Morgen machen wir uns auf in die Everglades. We keep you posted …!



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