CSI Miami & Everglades

Man soll den Abend nicht vor dem Morgen loben 😅. Gestern haben wir noch unser Wohnviertel gelobt, heute sieht es EIN BISSCHEN anders aus.

Nach unserem Take-Out Abendessen im Apartment blieben Tanja und ich noch etwas auf, unter anderem, um an diesem Blog zu schreiben. Gegen 23:00 geht es dann Schlag auf Schlag und wir finden uns wieder in einer Situation, die auch aus einem schlechten Film sein könnte.

Wir hören quietschende Reifen und dann drei Schüsse vor dem Apartment 😳. Zuerst waren wir uns natürlich nicht sicher, was wir genau gehört haben. Aber schon 15 Minuten später begann dann das volle Programm. Zuerst das Geräusch der Sirenen und wenig später hatten wir fünf Polizeiautos, die Rettung und sogar die Feuerwehr vor der Türe.

Den Tumult auf der Straße konnten wir durch die vordere Terrassentüre halbwegs beobachten. Der exakte Ort des „Shoot-Outs“ war aber ein oder zwei Häuser weiter.

Nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte wurde zuerst die ganze Straße abgesperrt. Also es gibt dieses gelbe Band mit der schwarzen Aufschrift „Crime Scene“ wirklich! Wenig später traf dann der Fotograf ein. Zuvor wurden noch fein säuberlich jene Markierungssteine mit den Nummern aufgestellt.

Das ganze Spektakel dauerte sicher zwei Stunden. Was genau passiert war, konnten wir nicht sehen. Aus praktischen Gründen blieben wir auch im Apartment, sonst wären die Fotos wahrscheinlich besser geworden 😅. Auf Nachfrage bei der Vermieterin wird uns der Vorfall auch bestätigt. Aber angeblich ist das in sechs Jahren bis jetzt noch nie vorgekommen.

Wir überleben die folgende Nacht und können uns sogar bis 9 Uhr gut ausschlafen. Heute stehen die Everglades am Programm!

Tanja findet im Netz einen vielversprechenden Anbieter für die obligatorische Airboat Tour, die man im Nationalpark machen muss. Die Angebote überschlagen sich und jeder Anbieter ist noch „originaler“ als der andere. Die Airboat Tours in den Everglades sind irgendwie wie die Mozartkugeln von Florida.

Wir buchen also spontan vom Apartment aus einen Slot für ein Boot um 12:30 und machen uns dann auf den Weg nach „Everglades City“.

Die Fahrt dauert ca. 1,5 Stunden für 130 km. Sobald man aus dem Großraum Miami heraußen ist, und in den Nationalpark fährt, geht es auf einer pfeilgeraden Straße etwa 100 km geradeaus.

Streng genommen gibt es hier zwei Nationalparks, die direkt nebeneinander liegen: den „Big Cypress National Park“ und eben den „Everglades National Park“. Die Stadt „Everglades City“ ist beiden im Westen vorgelagert.

Unser Tour-Anbieter ist, wie schon erwähnt, der „Originale“ (glaubt zumindest er), punktet aber damit, dass die Boote nur für 6 Passagiere ausgelegt sind.

In unserem Fall haben wir sogar noch mehr Glück und wir besteigen unser Boot nur mit zwei amerikanischen Kollegen. Mehr Leute hätten aber auch nicht wirklich Platz gehabt.

Isi ist zu Beginn der Fahrt noch etwas skeptisch. Und später ist sie es dann noch etwas mehr ☺️. Das Air Boat bringt uns hinaus in die Wildnis. Mit bis zu 55 km / h fahren wir übers Wasser durch teilweise enge Gassen aus Bäumen, Wasserpflanzen und Gestrüpp.

Natürlich soll auch in diesem Beitrag das Wetter nicht vergessen werden. Leider muss ich mich wiederholen. Wir brüten den ganzen Tag in der prallen Sonne bei 32 bis 36 Grad. Auch für die Tierwelt ist das wahrscheinlich etwas zu viel. Auf unserer Fahrt sehen wir einen Delphin und einen riesigen giftgrünen Leguan. Die Alligatoren haben sich anscheinend alle im Schatten verkrochen.

Nach einer Stunde endet unsere Tour. Wir nehmen noch Infos für zwei weitere Kurzstopps mit und fahren dann in die Stadt für ein kombiniertes Spät-Frühstück und Mittagessen. Interessant ist es immer wieder, wenn man versucht, hier prickelndes Mineralwasser zu bestellen. Zuerst versteht man, dass es kein Mineralwasser gibt. Prickelnd, also „sparkling water“ gibt es manchmal schon, jedoch oft in exotischer Form.

Am Heimweg, wieder quer durch den Nationalpark, machen wir noch zwei weitere Stopps, um auf unsere Kosten zu kommen, was Alligatoren betrifft. Und es gelingt uns!

Neben den Alligatoren treffen wir zusätzlich auch auf Schlagen, Schildkröten und auf die östliche Lubber-Heuschrecke. Isi bekommt außerdem ihr Selfie mit einem Mini-Alligator 🐊.

Wirklich kurz überlegen wir, im letzten „Sanctuary“ für die Tiere zu spenden. Wir nehmen dann davon Abstand. Im angeschlossenen Gift-Shop wird nämlich das Alligator-Fleisch in großen Mengen angeboten.

Wieder verging die Zeit wie im Flug. Wir fallen schon kurz nach 6 Uhr ins Bett. Ob es noch ein kleines Abendessen geben wird, ist zu diesem Zeitpunkt unklar.

Wir hoffen auf jeden Fall auf eine ruhige ereignislose Nacht 😉. Morgen steht ein Badetag auf Miami Beach am Programm. Stay tuned!

Eine Antwort zu „CSI Miami & Everglades“

  1. Das wird ja immer besser! Erstmals war Handy-Schauen beim Morgenkaffee erlaubt! Wir🙋🏼‍♀️🙋🏼‍♂️und Brigitte haben keine Zeitung gebraucht 🙄

    Schöne Grüße

    Like

Hinterlasse einen Kommentar