Wir haben uns schon ganz gut an unser Apartment in Miami gewöhnt. Preis-Leistung ist hier wirklich OK. Für ein theoretisches nächstes mal würden wir aber trotzdem eher eine Unterkunft aussuchen, die etwas zentraler liegt. Anscheinend hat die Fußball-Weltmeisterschaft auch noch einen guten Beitrag dazu geliefert, dass die Preise hier deutlich angezogen haben (obwohl diese WM hier eigentlich niemanden wirklich interessiert).

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Unser Tagesablauf hat sich so eingependelt, dass wir gegen 08:30 aufstehen. Am Vormittag müssen wir heute auch noch etwas Zeit investieren, um unsere Einkäufe aufzuarbeiten. Irgendwie sollen alle gekauften Sachen es mit uns nachhause schaffen.
Abfahrt zum Strand ist erst kurz nach 11 Uhr. Wir sind dafür wieder ordentlich fettig mit Sonnencreme einschmiert. Ein letztes mal melden wir uns zum Wetter hier in Miami: blauer Himmel, wolkenlos und 32 bis 34 Grad im Schatten.

Noch ein Detail zur Kommunikation in Miami: Wir haben hier mehr Probleme als erwartet. Eigentlich kann mit Englisch nicht viel schief gehen. Das dachten wir uns zumindest. Immer mehr müssen wir lernen, dass unser Englisch teilweise besser ist, als das der Einheimischen. Dazu muss man wissen, dass Miami eine „Majority-Minority City“ ist. Mehr als 70 % der Bewohner identifizieren sich als Hispanics oder Latinos. Diese sprechen natürlich Spanisch und Englisch nur dann, wenn es sein muss. Gerade in den Shops, den Lokalen oder den Hotels ist diese Gruppe dann nochmals überproportional vertreten.
Über den besten Platz am Strand haben wir ins schon vor ein paar Tagen bei Einheimischen informiert. Die Gegend um die 41. Straße ist der Bereich, den wir erreichen wollen.

Obwohl der Name es suggeriert und es oft fälschlicherweise so angenommen wird, ist „Miami Beach“ kein Stadtteil, sondern eine eigene Stadt mit allem, was dazu gehört. „Miami Beach“ ist der Bay-Area östlich vorgelagert und liegt komplett auf einer eigenen Insel. Es hat eine eigenständige Verwaltung und ist international durch Wetter, Nachtleben und den weißen Sandstrand bekannt geworden.
Wir erreichen unseren Strandabschnitt über die Interstate 195 und werden dort mit dem Hauptproblem des Tages konfrontiert: die Parkplatzsuche. Das gesamte Gebiet ist grundsätzlich „Kurzparkzone“, so ähnlich, wie wir sie kennen. Parkhäuser sind rar und wenn es sie gibt, dann gehören sie meistens zu den Hotels vor Ort. Nach einer (!) Stunde Suche finden wir ein Parkhaus ca. 1 km vom Strand entfernt. Hier wiederum überrascht uns der Tarif nicht und wir bezahlen $ 1 pro angefangener Stunde.
Fürs Frühstück ist es im Anschluss viel zu spät. Wir möchten endlich an den Strand kommen. Lediglich ein „Dunkin‘s Donuts“ muss für einen Kaffee, einen kleinen Donut und eine Klopause herhalten.

Angekommen am Strand sehen wir uns gleich nach einem Schirm und einem Paar Liegen um. Sehr angenehm ist die Konvention in Miami, dass der gesamte Strand „public“ ist. Es sind also keine Hotel-eigenen Privatstrände erlaubt.

Bei den Vermietern fragen wir uns bei drei verschiedenen durch und erkundigen uns nach den Preisen für den halben Tag. Wir möchten gerne einen Schirm und zwei Liegestühle haben. An dieser Stelle würden wir gerne wieder die Preise von der Côte d‘Azur Ende der 2000er bezahlen 🙈. Über den Preis, den wir schlussendlich bezahlen, wurde Stillschweigen vereinbart.

Wir verbringen den restlichen Nachmittag am Strand. Der Sand ist tatsächlich herrlich weiß und auch das Meer macht Spaß: das Wasser hat an diesem Tag über 30 Grad! Einem Vergleich zu den (modernisierten) Stränden in Italien an der Adria hält Miami Beach aber definitiv nicht stand. Die Hauptthemen sind hier die Wasserpflanzen (Algen & Co.) an der Wasserlinie, die Sauberkeit und die Infrastruktur (WiFi, Qualität der Liegen, Strandbistros, Toiletten usw.). Ungeachtet dessen war der halbe Tag am Strand für uns perfekt und wir möchten ihn nicht missen!
Wir beschließen den Tag direkt in „Miami Beach“ mit einem Besuch eines italienischen Lokals, nicht weit weg vom Strand. Endlich speisen wir Pasta und Pizza. Das ist eine Abwechslung, die wir schon viel früher benötigt hätten.

Mit diesem Abend geht auch unser Aufenthalt hier in der Region Miami zu Ende. Es war ein tolles Erlebnis, das wir nicht missen möchten. Morgen führt uns die Rundreise weiter südlich nach „Key Largo“. Wir werden euch weiter am Laufenden halten!


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