Travel Time

Heute steht die große Überfahrt am Programm. Wir verlassen die „Keys“, im Speziellen unser „Key West“ und machen uns auf den Weg in den „anderen“ Westen von Florida, nördlich der „Keys“. Ich kann an dieser Stelle nicht von Festland-Florida schreiben, weil die „Keys“ da offiziell auch dazu gehören.

Vom Frühstück und unserer Morgenroutine gibt es nichts Neues zu berichten. Eventuell kann man sagen, dass wir in der Zwischenzeit schon sehr versiert unterwegs sind 😛.

Zum krönenden Abschluss auf unserer Insel besuchen wir noch den „0“ er Punkt des U.S. Highways #1. Dieser Highway endet an der kanadischen Grenze im Bundesstaat Maine und startet eben auf „Key West“. Die 0-Meilen Markierung ist, so ähnlich wie das ehemalige Ortsschild „Fucking“ in Oberösterreich, das meist-gestohlene Verkehrsschild in den USA.

Knappe 500 km liegen dann vor uns mit ca. 5 Stunden Fahrzeit. Das Ziel ist „Fort Meyrs Beach“. Und das ist nicht das selbe wie „Fort Meyrs“. Die Erklärung ist ident zu jener von Miami 🥸!

Die Route ist schön zum Fahren, aber teilweise nicht besonders abwechslungsreich. Zu Beginn müssen wir wieder die 100 Meilen plus am „Overseas Highway“ bis nach „Key Largo“ zurückfahren. Umso näher wir dorthin kommen, umso günstiger wird der Sprit. Unseren ersten Stopp machen wir also an einer Tankstelle auf „Key Largo“. Dort bezahlen wir ca. $ 3.60 pro Gallone, also etwas weniger als einen Dollar pro Liter.

Ausgestattet mit Klopause, Snacks, Benzin und Reifenluft führt uns die Reise weiter zurück in die Metropole Miami. Aktuell geht es im Großraum Miami bis tief in die Everglades ziemlich rund, denn die Wälder brennen lichterloh. Teilweise kommen die Brände sehr nahe zu den Highways und wir können vom Auto aus sogar die Löschversuche der Helikopter beobachten.

Angekommen in Miami nehmen wir die Interstate 75, die uns kerzengerade in den Westen von Florida führt. Immerhin kann man auf dieser Stecke 70 Meilen in der Stunde fahren (das sind ca. 112 km/h). Das ist gerade genug, um selbst nicht schwarz zu werden. Auch wenn das hier nicht auffallen würde.

Unterwegs, von der Fahrt auf der „75er“ gibt es nicht viel zu berichten. Das obenstehende Foto steht für ca. 180 km Erlebnis.

Unsere einzige Pause machen wir direkt im „Miccosukee“ Reservat, Heimat des gleichnamigen Indianerstammes. Neben Benzin und Verpflegung gibt es bei dieser Raststation gleich das Casino mit dazu.

Auch dieser Beitrag kommt nicht ohne das Wetter auch. Ich habe ja versprochen, nur darüber zu schreiben, wenn sich etwas ändert. Nach unserer Pause bei den Indianern steigen wir bei 38 Grad im Schatten wieder ins Auto 🔥.

Kurz vor der Ankunft in „Fort Meyrs Beach“ machen wir noch einen außertourlichen Stopp bei einer x-beliebigen Mall. Ich habe die ganze Reise schon mit der Idee gespielt, mir hier einen Reisetrolley zu kaufen. Da ich keinen besitze und somit ohne gereist bin, würde der Kauf gut reinpassen. Außerdem würde es den Transfer unserer Einkäufe nachhause signifikant erleichtern. Gesagt, getan!

Endlich, kurz vor 18:00 treffen wir im Best-Western Plus ein. Wir werden hier 3 Nächte verbringen. Im objektiven Vergleich ist es das beste (und teuerste) Hotel, das wir in diesem Urlaub gebucht haben. Spätestens in unserem Zimmer im 5. Stock (ok, in Europa wäre es der 4. Stock 🤪), sind wir sehr zufrieden!

Wir haben einen Balkon mit direktem Blick auf das Meer. Die Entfernung zum Strand ist auch überschaubar und das Zimmer macht einen sehr sauberen und vor allem renovierten Eindruck.

Uns Abendessen nehmen wir im Anschluss ca. 10 Gehminuten entfernt in einem kleinen Lokal direkt am Meer ein. Auch dieses mal schaffen wir es zumindest ein bisschen vom amerikanischen Fast Food wegzukommen. Wir bestellen und Salat, Shrimps, Kartoffel-Püree, Fisolen und BBQ Spare Ribs 😇. Für mich gibt es ein „IPA“ (Indian Pale Ale) in der Dose zu trinken.

Das ist besonders relevant, weil wir nach dem Abendessen mit Vorsatz das Gesetz brechen. Die angefangene Dose transportieren wir bei der Autofahrt im „Fahrgastraum“, mit theoretischen Zugriff der Fahrers auf diese Dose. Das ist sehr gefährlich 🤓. Tanja meint noch, dass ich die volle Verantwortung übernehmen muss. Im Fall der Fälle werde ich nicht „ausgelöst“.

Für heute ist das noch nicht das Ende des Programs. Voraussichtlich haben wir jetzt 6 volle (!) Tage am Strand vor uns. Während Frühstück und Parken in unserem Hotelpreis inbegriffen sind, würde das klassische Set bestehend aus Schirm und zwei Liegen nochmals $ 40 plus Tax (!) pro Tag ausmachen. Das können wir natürlich nicht bezahlen und deswegen machen wir uns noch auf den Weg zum nächstgelegenen Super-Walmart. Der ist nur 5 km entfernt und beeilen müssen wir uns auch nicht. Sperrstunde dort ist 11 Uhr abends.

Drei kompakte Strandstühle und ein Sonnenschirm ist die Beute des nächtlichen Shoppings. Ziemlich wahrscheinlich werden die es nicht in den Flieger schaffen. Trotzdem kommen wir auf diese Weise deutlich preiswerter davon.

Wir melden uns dann morgen vom Strand!

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