Wir wechseln ein letztes mal unsere Location, bevor es wieder zurück nach Orlando geht. In der Früh geht sich nur mehr ein kurzes Frühstück und Packen aus. Gegen 11:30 sitzen wir dann beladen im Auto. Vorher holen wir uns im Freien noch einen Mini-Hitzestich. 38 Grad am Vormittag (und ja, ich habe bis jetzt immer von Grad Celsius geschrieben), das ist wieder ein neuer Rekord. Im Wetterbericht wird die Situation in anderen Bundesstaaten gezeigt. Im Süden stehen da mittlerweile bis zu 111 Grad Fahrenheit 🔥 Tageshöchstwerte.

Aus gegebenem Anlass folgt hier eine kleine Einheitenkunde, beschränkt auf das, was man im Urlaub in den USA benötigt.
- Zur Temperatur: beim ursprünglichen Entwurf der Grad Fahrenheit (f) war die Idee, dass 100 Grad Fahrenheit ideale Körpertemperatur sein sollen. Korrekt umgerechnet sind es heute 37.78 Grad Celsius (c). Das ist also etwas schief gegangen. Die praktikable Umrechnung geht so: c = (f – 30) / 2. Damit ist man im typischen Wetterbereich meist ein bis zwei Grad zu niedrig. Die exakte Formel ist c = (f – 32) x 5/9.
- Auf den Highways braucht man die Meile (m). Hier gilt ziemlich genau m = 1.61 km. Das bedeutet zur Entfernung in km einmal die Hälfe und noch ein Zehntel des Ursprungswertes dazuzählen. Dadurch erhält man die Entfernung in Meilen genau genug.
- In den Schwimmbädern stößt man immer auf den „Fuß“ 😅. 1 Fuß sind 30.48 cm und 12 inches á 2.54 cm sind dann genau 1 Fuß. Das ist also kein kohärentes Einheitensystem 🤪. Bei Isi sind es aktuell 4 Fuß Tiefe, bei der sie gerade noch stehen kann (und ein bisschen aus dem Wasser schaut).
- Die Unze, auf Englisch „ounce“ oder kurz eben „oz“ ist als Maßeinheit für die Masse omnipräsent. Das sind ca. 28.35 Gramm. Wo braucht man das? Zum Beispiel im Steakhouse 😋. Der Zahlenwert ist natürlich nicht besonders praktisch zum Umrechnen.
- Die Gallone kommt immer an den Tankstellen vor. Auch hier ist der Umrechnungsfaktor mit ca. 3.785 Litern nur begrenzt praktisch. Zufälligerweise kostet der Sprit in den USA aktuell einen sehr ähnlichen Zahlenwert in Dollar. Das erleichter die Interpretation sehr.
- Zum Abschluss, nicht wirklich ein Detail der Einheiten, sollte man noch wissen, dass es in den USA kein Erdgeschoß gibt. Das ist immer der 1. Stock.
Insgesamt ist das System ziemlich kaputt und es macht heute absolut keinen Sinn mehr. Die Kanadier haben sich davon schon lange verabschiedet.
Zurück zu unserer Reise: Bevor wir die Region „Fort Myers“ endgültig verlassen, stärken wir nochmals die amerikanische Wirtschaft. In der „Miromar Outlets Mall“ bekomme ich noch ein T-Shirt und eine kurze Hose. Isi versucht außerdem weiters die Unterschiede zwischen „Claire‘s“ in den USA und zuhause herauszuarbeiten 😉.

Unsere Reise führt uns im Anschluss in die Region um die Stadt „Clearwater“, konkret nach „Belleair Beach“. Hulk Hogan soll dort sehr lange gelebt haben. Aber deswegen haben wir uns diesen Ort nicht ausgesucht 🙈.
Die Fahrt führt uns zu 95 % über große Freeways, die für sich wenig spektakulär sind. Immerhin kommt man so gut voran. Wenn man ein Highlight ausmachen möchte, dann ist das noch am ehesten die Überfahrt über die „Tampa Bay“ mit Ihrer gigantischen Brücke.

„Belleair Beach“ ist eine Stadt, die „Clearwater“ im Süden vorgelagert ist, und so ähnlich wie „Miami Beach“ auf einer langgezogenen Insel westlich des Festlandes liegt. Die Gegend ist geprägt von vielen schönen Einfamilienhäusern und wirkt insgesamt sehr aufgeräumt. Besonders begehrt ist natürlich die 1. Reihe direkt am Strand. Genau dafür ist auch „Belleair Beach“ bekannt.

Jubilieren werden jene Gäste, die die 25 Schirmreihen an der Adria nicht mögen. Mietliegen und Mietschirme gibt es hier keine. Preislich würden die uns sowieso sprengen. Und aktuell sind wir selbst ausgerüstet.
Der Sand ist so ähnlich wie in „Fort Myers Beach“ kitschig weiß und der Strand eher naturbelassen.

Als Unterkunft haben wir hier ein einfacheres Motel gewählt, ganz im klassischen Still. 2 Stockwerke (☝️), im U-Format mit kleiner Lobby und Schwimmbecken in der Mitte. Alles ist sehr solide und wirkt auf den ersten Blick auch sehr sauber. Die ganze Anlage hat es anscheinend vor 2 Jahren bei einem Hurricane abgeräumt und wurde folglich vor nicht allzu langer Zeit generalsaniert.



Nach der Anreise und dem Einräumen des Zimmers erkunden wir noch kurz die nähere Umgebung. Isi besteht dann auf dem mittlerweile festen Tagesordnungspunkt – dem Pool-Besuch. Die seichteste Stelle in diesem Schwimmbecken hat leider schon 4.5 Fuß Tiefe. Trotzdem probieren wir es (immer wieder) ohne die „Flügerl“.

Zum Abendessen genehmigen wir uns heute, zur Abwechslung, wieder ein Steak. Wir wollen ja nicht komplett vom Fleisch fallen 😅. Als Beilagen bekommen wir Shrimps, Kartoffeln, Reis, Mais und natürlich Salat. Bei dieser Mahlzeit bestelle ich mein erstes Cola in diesem Urlaub. Etwas verblüfft wird mir dieses bald entführt, obwohl es noch zu einem Viertel gefüllt ist. Als ich schon dabei war, der Servicekraft bis in die Küche nachzugehen, verstehe ich erst, dass es immer kostenlos nachgefüllt wird 🙉.



Mit diesen Infos zum Tag melden wir uns für heute ab 🫡. Wir sind schon gespannt, was die letzten Tag hier in Florida noch bringen werden.


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